Mehrwertsteuer in Slowenien – Mehrwertsteuersätze in Slowenien 2026

Mehrwertsteuer in Slowenien – MwSt.-Sätze in Slowenien 2026

Die Mehrwertsteuer in Slowenien ist eine klassische Umsatzsteuer, die nach ähnlichen Grundsätzen funktioniert wie in den übrigen Ländern der Europäischen Union. Sie wird auf die meisten Waren und Dienstleistungen erhoben, die auf dem slowenischen Markt verkauft werden, wobei der Endverbraucher stets der endgültige Steuerträger ist. Unternehmen, die in Slowenien tätig sind, sind verpflichtet, die Steuer bei Verkäufen zu berechnen und können sie bei einkaufsbezogenen Geschäftsausgaben abziehen.
Die Mehrwertsteuer in Slowenien gilt auf jeder Stufe der Lieferkette – vom Hersteller über den Groß- und Einzelhändler bis hin zum Endkunden. Jeder dieser Beteiligten verrechnet die Steuer, indem er die Vorsteuer von der Umsatzsteuer abzieht. Dieses System sorgt für steuerliche Transparenz und verhindert Mehrfachbesteuerung.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Slowenien im Jahr 2026?

Die derzeit geltenden Mehrwertsteuersätze in Slowenien bleiben unverändert – bis 2026 wurden keine gesetzlichen Änderungen eingeführt. Der reguläre Mehrwertsteuersatz beträgt 22%. Er gilt für die meisten Waren und Dienstleistungen, die keiner steuerlichen Begünstigung unterliegen. Zusätzlich bestehen zwei ermäßigte Steuersätze.
Der erste ermäßigte Satz beträgt 9,5% und gilt für ausgewählte Waren- und Dienstleistungskategorien. Der zweite, deutlich seltener angewendete Satz beträgt 5% und kommt ausschließlich in eng definierten Fällen zur Anwendung, hauptsächlich im Verlags- und Kulturbereich.

Wenn Sie sich also fragen, wie hoch die Mehrwertsteuer in Slowenien ist, hängt die Antwort von der Art der Transaktion ab. Für die überwiegende Mehrheit der Verkäufe gilt der Satz von 22%, in bestimmten Fällen jedoch niedrigere Sätze.

Anwendung der ermäßigten Mehrwertsteuersätze

Der Steuersatz von 9,5% gilt unter anderem für Hotelübernachtungen, die Lieferung bestimmter Lebensmittel, Personenbeförderungsleistungen, Eintrittskarten für kulturelle und sportliche Veranstaltungen sowie für verschreibungspflichtige Medikamente und medizinische Geräte für Menschen mit Behinderungen.
Der zweite ermäßigte Satz von 5% wird hauptsächlich auf den Verkauf von Büchern angewendet – sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form. Dies ist Teil einer Politik zur Förderung von Kultur und Bildung. Alle übrigen Waren und Dienstleistungen unterliegen der regulären Besteuerung.

Dank dieser Struktur wahrt das slowenische Steuersystem ein Gleichgewicht zwischen Staatseinnahmen und der Förderung ausgewählter Sektoren.

Pflicht zur Mehrwertsteuerregistrierung

Jedes Unternehmen, das in Slowenien eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt und einen bestimmten Umsatzschwellenwert erreicht, ist verpflichtet, sich als Mehrwertsteuerzahler zu registrieren. Dieser Schwellenwert beträgt 50.000 Euro pro Jahr. Nach dessen Überschreitung ist eine Registrierung bei der slowenischen Steuerbehörde erforderlich.
Für ausländische Unternehmen ohne Sitz in Slowenien, die dort jedoch tätig sind (z. B. Versandhandel, Lagerhaltung oder lokale Dienstleistungen), kann die Registrierungspflicht unabhängig vom Umsatz bestehen.

Nach der Registrierung erhält das Unternehmen eine slowenische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (mit dem Präfix SI) und muss steuerliche Aufzeichnungen gemäß den lokalen Vorschriften führen.

Mehrwertsteuererklärungen und Abrechnungen

Die Mehrwertsteuer wird in Slowenien in der Regel monatlich abgerechnet, wobei kleinere Unternehmen vierteljährliche Erklärungen abgeben können. Die Erklärungen werden elektronisch eingereicht, meist bis zum 20. Tag des auf den Abrechnungszeitraum folgenden Monats.

In der Erklärung sind inländische Umsätze, innergemeinschaftliche Transaktionen, Im- und Exporte sowie Einkäufe aus anderen EU-Ländern anzugeben. Unternehmen sind verpflichtet, detaillierte Aufzeichnungen zu führen und steuerliche Unterlagen in der Regel 10 Jahre lang aufzubewahren.

Diese Pflichten dienen der Sicherstellung transparenter Abrechnungen und der Minimierung von Fehlern, die zu finanziellen Sanktionen führen könnten.

Mehrwertsteuer in Slowenien und E-Commerce

Für Unternehmen, die Waren online nach Slowenien verkaufen, ist die Kenntnis der Mehrwertsteuerregelungen im Rahmen des OSS-Verfahrens (One Stop Shop) entscheidend. Wird der jährliche EU-weite Fernverkaufsumsatz von 10.000 Euro überschritten, sind die lokalen Mehrwertsteuersätze des Käuferlandes – in diesem Fall Sloweniens – anzuwenden.

Das bedeutet, dass ein außerhalb Sloweniens ansässiges Unternehmen, das an Privatkunden in Slowenien verkauft, slowenische Mehrwertsteuer berechnen und diese über das nationale OSS-System erklären muss. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, sich in jedem EU-Mitgliedstaat separat zu registrieren.
Verfügt das Unternehmen jedoch über ein Lager in Slowenien oder übt dort lokale Tätigkeiten aus, entsteht die Registrierungspflicht unabhängig vom Umsatz.

Wann gilt keine Mehrwertsteuer?

Die slowenische Mehrwertsteuer gilt nicht für bestimmte steuerbefreite Umsätze, beispielsweise im Bildungs-, Gesundheits- oder Finanzsektor. Diese Befreiungen ergeben sich aus EU-Vorschriften, werden jedoch nach nationalem Recht ausgelegt.
Auch Kleinstunternehmen, die den Umsatzschwellenwert von 50.000 Euro nicht überschreiten, können von der Mehrwertsteuer befreit sein. In diesem Fall besteht keine Registrierungspflicht, allerdings ist auch kein Vorsteuerabzug möglich.

Eine weitere Gruppe bilden Exporteure – Lieferungen außerhalb der EU unterliegen in der Regel dem Steuersatz von 0%, was bedeutet, dass auf der Rechnung keine Mehrwertsteuer ausgewiesen wird, gleichzeitig jedoch ein voller Vorsteuerabzug möglich bleibt.

Mehrwertsteuersätze in Slowenien im Vergleich zur Europäischen Union

Hinsichtlich der Steuersätze liegt Slowenien im europäischen Mittelfeld. Der reguläre Satz von 22% entspricht in etwa den Sätzen in Ländern wie Italien, Österreich oder Tschechien. Der ermäßigte Satz von 9,5% ist etwas höher als in manchen Ländern, wird jedoch durch einen begrenzten Katalog begünstigter Waren und Dienstleistungen ausgeglichen.
Das System gehört nicht zu den strengsten in der EU, wird jedoch konsequent durchgesetzt, sodass eine gute Kenntnis der lokalen Vorschriften für die Geschäftstätigkeit erforderlich ist.

Die Mehrwertsteuer in Slowenien ist ein stabiles und vorhersehbares System mit drei Steuersätzen: 22%, 9,5% und 5%. Die meisten Unternehmen wenden den Standardsatz an, es bestehen jedoch Ausnahmen für bestimmte Waren und Dienstleistungen. Wenn Sie einen Verkauf in Slowenien planen – lokal oder online – ist die Kenntnis dieser Regeln unerlässlich, um gesetzeskonform zu handeln und kostspielige Fehler zu vermeiden. Die Mehrwertsteuersätze bleiben im Jahr 2026 unverändert, dennoch lohnt es sich, mögliche Änderungen regelmäßig zu verfolgen, da Steuersysteme – selbst in stabilen Ländern – überraschen können.

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